TKM-Newsflash

Warum die Impfung gegen Staupe wichtig ist
Dienstag, 02. Februar 2016

„Die  Impfung  gegen  die  Staupe,  die wohl  bekannteste  Infektionskrankheit  des  Hundes,  ist  gut  wirksam und  sollte  für  jeden  verantwortungsvollen  Hundehalter  Standard  sein. Allerdings beobachten wir in punkto Impfschutz  bei  vielen  Tierhaltern eine  leichtsinnige  Haltung,  die  besonders für Welpen und alte Hunde gefährlich ist“, erklärt Prof. Dr. Theo Mantel, Präsident der Bundestierärztekammer.

Denn  die  Staupe  sollte  man  nicht auf die leichte Schulter nehmen: Die Infektion  erfolgt  in  der  Regel  durch direkten  Kontakt  mit  einem  erkrankten  Hund  oder  mit  einem  kranken oder  verendeten  Wildtier  wie  Fuchs, Waschbär  oder  Marder,  die  ein  großes Erregerreservoir  darstellen  und die Krankheit verbreiten.

Mantel: „Die Behandlung einer Staupeinfektion  ist  kaum  möglich,  sie endet  häufi g  tödlich!  Tiere,  die  die Erkrankung  überlebt  haben,  behalten oft lebenslange Schäden wie das sogenannte  Staupegebiss  oder zentralnervöse  Störungen  zurück.“  Wie äußert  sich  die  Staupe?  Das  Krankheitsbild der Staupe ist vielgestaltig: Erste  Anzeichen  sind  hohes  Fieber, Fressunlust und Mattigkeit des Hundes.

Im  weiteren  Verlauf  der  Krankheit können  bestimmte  Organe  oder  Organsysteme  besonders  betroffen sein,  so  dass  man  von  der  Lungenstaupe,  Darmstaupe  oder  Nervenstaupe sprechen kann.

Je  nach  Organ  zeigt  das  erkrankte Tier  Husten,  Atembeschwerden,  Erbrechen,  Durchfall,  Bewegungsstörungen,  Lähmungen,  Krämpfe  oder Hautveränderungen.  Die  Grundimmunisierung  sollte  bei  Welpen  im Alter von acht Wochen erfolgen, vier Wochen später dann die zweite und mit 16 Wochen die dritte Impfung. Die Wiederauffrischung geschieht im 15. Lebensmonat.

Um  den  Schutz  aufrechtzuerhalten, empfiehlt  die  Ständige  Impfkommission  Veterinärmedizin  (StIKo  Vet.) Wiederholungsimpfungen  ab  dem zweiten Lebensjahr in Absprache mit dem Tierarzt, sofern die Grundimmunisierung  vollständig  vorgenommen wurde. Eine  Staupeimpfung  wird  auch  zur Einreise in einige Länder außerhalb der  EU,  z.B.  in  die  Türkei,  verlangt. Fragen Sie Ihren Tierarzt!

 

Wenn der Wurm drin ist
Montag, 04. Januar 2016

Wurmsaison ist immer: Weil Würmer als „Endoparasiten“ im Darm oder anderen inneren Organen ihres Wirtes schmarotzen, können Hund und Katze ganzjährig befallen werden. Von besonderer Bedeutung sind dabei Spulwürmer und Bandwürmer, da sich auch der Mensch infi zieren kann. Vor allem Spulwürmer kommen häufig vor. Welpen können sich im Mutterleib oder über die Muttermilch anstecken. Erwachsene Hunde und Katzen nehmen Wurmeier, die von anderen Tieren mit dem Kot ausgeschieden wurden, in der Regel im Freien auf. Doch auch reine Wohnungskatzen haben oft Spulwürmer, denn die Wurmeier werden leicht über die Schuhsohlen in die Wohnungen getragen. Die Eier sind sehr beständig und können jahrelang infektiös bleiben. Werden sie dann von Hund oder Katze verschluckt, gelangen sie zunächst in den Magen-Darmtrakt. Die wochenlang wandernde Larve schädigt die Organe.

Überall kommt es zu Entzündungen. Besonders bei jungen, sehr alten und immunschwachen Tieren ist ein Wurmbefall darum kritisch.

Doch meist sieht man dem Tier einen Wurmbefall nicht an. Hinweise können breiiger Kot und Durchfall oder stumpfes Fell sein. Auch das „Schlittenfahren“, d.h. ein Herumrutschen auf dem Hinterteil, kann ein Indiz sein. Im  Gegensatz zum Spulwurm gelangen Bandwürmer übrigens nur über Zwischenwirte wie Flöhe oder kleine Nagetiere in den Darm von Hund oder Katze. Dort, im Endwirt, können die Parasiten mehrere Meter lang werden. Damit es aber erst gar nicht soweit kommt, ist eine regelmäßige Entwurmung wichtig. Diese tötet nur die vorhandenen Würmer und Larvenstadien. Ihr Tierarzt berät Sie, wie oft entwurmt werden sollte. Ratsam ist, regelmäßig eine Kotprobe untersuchen zu lassen.

Wichtige Hinweise zu Weihnachten & Silvester
Dienstag, 01. Dezember 2015

Weihnachten wünschen wir uns als entspannte und harmonische Zeit. Damit es nicht noch Kummer und Sorgen um das Haustier gibt und der Heilige Abend für Hund, Katze und Co. nicht in der Notaufnahme des Tierarztes endet,  hier einige Tipps: Die Reste des Festbratens gehören nicht in den Futternapf! Das Fleisch ist häufi g viel zu fett und stark gewürzt, außerdem können gegarte Gänse- und Entenknochen splittern und zu inneren Verletzungen führen oder Gräten vom Karpfen empfindliche Hunde- und Katzenmägen schwer verletzen.

Dunkle Schokolade ist ein Tabu: Je dunkler, das heißt kakaohaltiger die Schokolade, desto größer auch der Theobromingehalt. Der mit dem Koffein verwandte Stoff kann von Hunden und Katzen nur sehr langsam abgebaut werden und wirkt auf sie ähnlich, wie eine Überdosis an Nikotin oder Koffein auf den Menschen.

Für Hunde und Katzen sind Rosinen giftig, größere Mengen können zu Nierenschäden führen. Deshalb: Stollen und Weihnachtsgebäck, das getrocknete Trauben enthält, stets außer Reichweite aufbewahren!

Ein Raclette-Essen ist gemütlich, für Stubenvögel, die im gleichen Raum leben, aber gefährlich: Die beim Erhitzen der kleinen Teflonpfännchen freigesetzten Dämpfe sind für Vögel (im Gegensatz zu Säugetieren) giftig.

Weihnachtsstern, Stechpalme, Christrose und der Mistelzweig sind für unsere Haustiere giftig.

Sind Katze oder Wellensittich zum Jahreswechsel allein zu Haus, sollten sie im ruhigsten Raum der Wohnung untergebracht werden. Geschlossene Fenster und zugezogene Vorhänge, brennende Lampen und gewohnte Klänge wie Radiomusik oder der laufende Fernseher erleichtern das Alleinsein. Hunde sollten in der Silvesternacht nicht einsam in der Wohnung zurückbleiben.

Achtung: Ein Zuviel an Trost und Zuspruch verstärkt bei manchen Hunden und auch Katzen die Angst. Darum besser ruhig bleiben und durch die eigene „Coolness“ dem Tier Selbstvertrauen geben oder versuchen, den Angsthasen abzulenken. Katzen am besten ganz in Ruhe lassen und ihnen Rückzugsmöglichkeiten geben. Bei sehr ängstlichen Hunden und Katzen rechtzeitig einen Tierarzt konsultieren. Er kann den Tieren, wenn nötig, durch die Gabe beruhigender Medikamente das „Leben“ in der Silvesternacht erleichtern.

Quelle: www.bundestieraerztekammer.de

Gefährlich: Halbwissen aus dem Internet
Montag, 02. November 2015

Im Internet undanderen Portalen werbenTierheilpraktiker, Tierpsychologen oder Tierphysiotherapeuten zunehmend mit alternativen Methoden oder geben Ratschläge zur Selbstbehandlung von Hund, Katze und Co. Doch diese sind oft nicht nur wirkungslos, sondern können im schlimmsten Falle auch fatale Folgen für das Tier haben.

„Weil ‘alternative Behandlung’ sich besser anhört, oder weil man Vorbehalte gegen die sogenannte ‘Schulmedizin’ hat, suchen einige Tierbesitzer mit ihrem kranken Liebling nicht zuerst den Tierarzt auf, sondern legen die Gesundheit der Tiere in die Hände von Tierheilern. Oder sie versuchen, auf der Basis von Halbwissen aus dem Internet das kranke Tier selbst zu behandeln“, erklärt Dr. Uwe Tiedemann, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Tierbehandlung der Bundestierärztekammer (BTK).

„Wir können nur davor warnen, ohne Vorstellung des Tieres in einer Tierarztpraxis Diagnosen aus dem Internet zu übernehmen und auf eigene Faust herumzudoktern.“ Nicht zuletzt wegen der Gefahr der Übertragung ansteckender Krankheiten vom Tier auf den Menschen (Zoonosen) sei solides Fachwissen gefragt. Nur Tierärzte verfügen durch ihre umfassende Ausbildung und oft jahrelange Weiterbildung nach dem Studium über das Wissen, eine Diagnose zu stellen und eine geeignete Therapie einzuleiten. Und nur Tierärzte können abschätzen, ob eine schulmedizinische oder eine regulationsmedizinische Behandlung wie z.B. Homöopathie, Pfl anzenmedizin, zielgerichtete Physiotherapie, Akupunktur oder auch eine Kombination für den einzelnen Patienten sinnvoll und zielführend ist.

„Es gibt mittlerweile zahlreiche Tierärzte, die ergänzend zu ihrem Studium fundierte Kenntnisse in ganzheitlichen Methoden der Tiermedizin erworben haben.“ Da lohnt eine Nachfrage in der eigenen Tierarztpraxis oder bei der zuständigen Tierärztekammer.

Doch nicht nur „Heilkunde“ aus dem Internet, auch den zunehmenden Wildwuchs an nichttierärztlichen Behandlern aller Art sehen Veterinäre kritisch. Was viele Tierhalter nicht wissen: Es gibt keine staatlich geregelte Ausbildung zum Tierheilpraktiker, Tierpsychologen oder Tierphysiotherapeuten. Diese Berufsbezeichnungen sind nicht geschützt. Jeder darf sich, sogar ohne Ausbildung, so nennen.

Textquelle: www.bundestieraerztekammer.de

Weitere Infos zum Welpenschutz
Freitag, 02. Oktober 2015

Viele  Hundebesitzer  machen sich  keine  Sorgen,  wenn  sie beim  Gassigehen  mit  ihrem Welpen  auf  andere  Hunde  treffen  – sie gehen davon aus, dass den Kleinen  nichts  passiert,  da  sie  ja  noch Welpenschutz  genießen. Aber  Vorsicht: Der Welpenschutz existiert nur im  eigenen  Rudel  und  auch  da  nur begrenzt.  Er  gilt  nur  unter  Hunden, die blutsverwandt sind, und auch nur bei  Welpen,  die  höchstens  14  Wochen  alt  sind.  Dieser Welpenschutz dient dem Erhalt der eigenen Art und kann  von  fremden  Hunden  nicht  erwartet werden.

Wenn Sie mit Ihrem Hundesprössling unterwegs sind, können Sie sich also nicht darauf verlassen, dass fremde Hunde  ihm  Fehlverhalten  durchgehen  lassen.  Dass  sich  die  meisten älteren  Hunde  geduldig  gegenüber jungen Hunden  und  Welpen  zeigen, liegt  an  ihrer  Lebenserfahrung  und ihrer  Erziehung.  Auf  zahlreichen Spaziergängen  und  in  Hundeschulen  haben  sie  gelernt,  sich  den  wuseligen  kleinen  Welpen  gegenüber nicht  aggressiv  zu  verhalten.  Doch auch dieses Verhalten kann nicht als genereller Welpenschutz verstanden werden.  Denn  Hunde,  die  dieses gute Benehmen nicht gelernt haben, können für Welpen durchaus gefährlich werden.

Vor  allem  von  läufi gen  Hündinnen oder  gerade  erst  ausgewachsenen Hunden  werden  Welpen  nicht  unbedingt  sanft  behandelt.  Nehmen  Sie ihren  Welpen  lieber  an  die  Leine und  gehen  Sie  mit  ihm  gemeinsam langsam auf die fremden Hunde zu. Damit verhindern Sie eine zu stürmische Begrüßung Ihres Welpen. Dann haben Sie genug Ruhe und Zeit, um mit  dem  anderen  Hundebesitzer  zu klären, wie sein Hund auf Jungtiere reagiert. Achten Sie darauf, dass ihr Schützling dem älteren Hund nicht in den  Schulterbereich  springt!  Unser Tipp:  Besuchen  Sie  eine  Welpenschule.  Ideal  wäre  auch  ein  gut  sozialisierter ausgewachsener Hund im Bekanntenkreis.  So  lernt  der  Kleine den richtigen Umgang und kann sein eigenes Sozialverhalten festigen.

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